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Einblicke in die Nudelproduktion

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Geschrieben am 08.08.17 in Kategorie Veranstaltungen

Einblicke in die Nudelproduktion bekam gestern Landwirtschaftsminister Peter Hauk. Auf seiner Sommertour mit MdB Alois Gerig stattete er der Firma Berres Nudeln einen Besuch ab.

Neben Peter Hauk (CDU) und Alois Gerig (CDU) waren Landrat Dr. Achim Brötel, Ortsvorsteher Heinrich Hennig, der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Fabian Berger und Vertreter des Stadtverbands vor Ort. Sie bekamen von Firmenchef Reinhard Berres einen Einblick in die Geschichte, die Produktion und die Zukunft des Unternehmens. „Regionalität“ – dieses Thema zog sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung. Herbsthausen, Wertheim und Billigheim waren gestern weitere Stationen auf der Tour des Ministers für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz und MdB Gerig. Gerig freute sich bei der Begrüßung, dass der Minister einen Tag Stationen in seinem Wahlkreis besuche. Schwerpunkte seien die Themen Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Nudeln von Berres werden äußerst behutsam unter Verwendung innovativster Technik hergestellt, erläuterte der Firmenchef seinen Besuchern. Die sorgfältig ausgewählten Rohstoffe sowie der selbstangebaute Dinkel seien zwei der vielen hohen Qualitätsanforderungen, denen sich Berres bei der Produktion verpflichtet sehe.

Regionalität sei eine der Stärken des Unternehmens. Das gelte etwa für den Dinkelanbau – der regionale Anbau garantiere kurze Wege -, aber auch für Hartweizen, der schon bald auch in der Region angebaut werden soll. Die Eier bekomme das Unternehmen von Firmen, die im Gegenzug Nudeln aus Gerolzahn beziehen. Wichtig sei zu wissen, woher die Rohstoffe für die Produktion stammen. Daher sehe er die momentane Diskussion um mit Fibrinol belastete Eier eher als Chance für sein Unternehmen, da in Gerolzahn keine Eier aus Belgien oder den Niederlanden verwendet würden. „Von dem Thema sind wir nicht berührt.“

Chance für Lebensmittelhersteller

Als Chance für deutsche Lebensmittelhersteller sahen auch andere Teilnehmer der Betriebsbesichtigung die aktuelle Diskussion. Alle redeten einer Rückbesinnung auf Regionalität das Wort. Landrat Dr. Achim Brötel sah hier ein klares Plus bei regionalen Produkten, bei denen man Lieferanten und Hersteller kenne. MdB Alois Gerig sagte, „Eier sind in aller Munde“ und er hoffe, dass diese „kleine Krise“ den Verbrauchern klar mache, qualitätsbewusster einzukaufen und mehr auf Regionalität zu achten. Das sei freilich auch eine Frage des Geldes. Für Lebensmittel geben die Deutschen zehn Prozent ihrer Konsumausgaben aus. Diese Summe sei ausbaufähig, wovon auch die Landwirtschaft und die Ernährungsbranche profitieren würden. „Wir müssen die Wertschätzung für Lebensmittel weiter stärken“, sagte Gerig.

Minister Peter Hauk nannte die Firma Berres Nudeln ein „Vorzeigeunternehmen“. Gerade in Zeiten des Eierskandals rücken regionale Nähe und die Nachvollziehbarkeit der Herkunft von Rohstoffen und Produkten wieder mehr in den Fokus. „Nicht Anonymität ist gefragt, sondern regionale Produktion und Vermarktung.“ Wie das bei der Firma Berres der Fall sei.

Berres sei mit rund 50 Arbeitsplätzen auch ein wichtiger Arbeitgeber, sagte Ortsvorsteher Heinrich Hennig. „Wir sind froh, solche Unternehmer zu haben.“ Er pries die Segnungen des „Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum“. Das ermögliche es, dass sich die Dörfer nicht zurückentwickeln.

Regional gut vertreten

Man sei auch regional gut vertreten, sagte Berres weiter. Das gelte für den Verkauf im Hofladen, das Beliefern von Bäckern und Metzgern oder Supermärkten wie Rewe, Edeka oder Kaufland. Die Kunden wüssten das zu schätzen, wenn klar sei, woher ihre Lebensmittel kommen. Das könne man bei den Nudeln aus Gerolzahn bei jeder Packung nachvollziehen. „Ein Aufdruck auf jedem Nudelpäckchen gewährleistet eine Rückverfolgbarkeit“, so Berres.

Und die Kunden würden auch gerne nach den sogenannten „Exoten“ fragen. Dazu zählen etwa Nudeln mit Inhaltsstoffen wie Bärlauch, Ingwer, Champagner oder Schokolade.

Dem Ziel Regionalität dienen auch die Zukunftspläne von Reinhard Berres. Er will auf einem Grundstück neben seinem Unternehmen einen Hühnerstall bauen. 12 000 Tiere will er halten, in sechs Stallungen mit je 2000 Tieren. Bereits früher habe man bei Berres Hühner gehalten – und werde das bald wieder tun. Die Bauvoranfrage sei genehmigt, der Auftrag für das Gebäude vergeben. Es würden fahrbare Hühnerställe errichtet.

Wer will, kann bei der Firma Berres auch selbst einen Blick hinter die Kulissen werfen: Bei einer kostenlosen Betriebsführung durch die gläserne Nudelmanufaktur. Ein Angebot, so Reinhard Berres, das sehr gut angenommen wird. „500 Gruppen pro Jahr schauen sich hier um. An manchen Tagen kommen bis zu sieben Busse mit Besuchern“. Das zeige, dass es den Menschen nicht gleichgültig ist, wo ihre Lebensmittel herkommen und wie sie produziert werden.



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