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Infoveranstaltung des CDU-Stadtverbands Buchen zur Dämmung und Beheizung von Gebäuden mit Energieberater und Bezirksschornsteinfegermeister Georg Müller

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Geschrieben am 29.06.22 in Kategorie Allgemein

Kann ich mir das Heizen noch leisten?

Was kann ich tun, um meine Kosten im Zaum zu halten?

(TN) Volles Haus und zum Teil stehende Zuhörer – die überwältigende Resonanz mit mehr als 100 Teilnehmenden auf die Veranstaltung der CDU Buchen mit Energieberater Georg Müller zeigt, wie sehr das Thema auf den Nägeln brennt.
Gerade die Entwicklung der Energiepreise für Öl, Gas und Strom kennen seit Monaten nur eine Richtung: Steil nach oben – und tragen einen wesentlichen Teil zur aktuellen Rekordinflation und damit zur Vernichtung von Vermögen und Altersvorsorge bei. Abseits aller Politik war es das Ziel, die Interessierten möglichst umfassend über die Möglichkeiten zum effizienten Energiemanagement zu informieren.

„Die billigste Energie -unabhängig vom Träger (Öl, Gas, Strom, o.a.) ist die, die ich nicht brauche“ so Energieberater und Bezirksschornsteinfegermeister Georg Müller in seinem Referat. Man muss das Energiesparen und die Optimierung des Gebäudes als ganzheitlichen Ansatz betrachten, der aus verschiedenen Bausteinen besteht. Neben dem klassischen Tausch der alten, ineffizienten Heizungsanlage gehören dazu auch die Fassaden, Dach- und Kellerdeckendämmung ebenso, wie neue Fenster und Haustüren. Ein Großteil der eingesetzten Energie in älteren Gebäuden geht durch veraltete Abdichtungen an Fensterlaibungen und unzureichender Dachdämmung verloren. Georg Müller stellte gleich zu Beginn seines Vortrags klar „Die Patentlösung gibt es nicht“, denn jedes Gebäude ist aufgrund seiner Beschaffenheit und Lage anders zu bewerten. Während bei dem einen die Maßnahme einer neuen Fassadendämmung eine enorme Kosteneinsparung bringt, ist die gleiche Maßnahme bei dem anderen wirtschaftlich betrachtet nicht sinnvoll, da der zusätzliche Effizienzgewinn die eingesetzten finanziellen Mittel nicht deckt. Beispielhaft nannte Müller hier den bisher ungedämmten Altbau aus den 50 er Jahren im Vergleich mit einem Energiesparhaus aus den späten 90 er Jahren. Daher ist es wichtig und entscheidend, die einzelnen Maßnahmen auf das Gebäude abzustimmen und zu priorisieren.

Georg Müller ging ausführlich auf die aktuellen gesetzlichen Vorgaben ein, die jeden Häusle Besitzer treffen, wenn der Tausch der Heizungsanlage ansteht. Ohne Energieeinsparung und erneuerbare Energien geht es heute nicht mehr. Umfangreiche Förderprogramme des Bundes erleichtern die finanzielle Umsetzung. Müller informierte hier umfassend über die möglichen Zuschüsse der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder des Bundesamtes für Ausfuhrkontrolle (BAFA). Bis zu 50 Prozent der Investitionssumme sind ggf. in Abhängigkeit der Maßnahme förderfähig. Müller wies aber auch auf die jährliche Deckelung der maximalen Zuschusshöhe hin. Es kann daher sinnvoll sein, Maßnahmen auf mehrere Jahre verteilen, um in den Genuss der höchstmöglichen Förderung zu kommen.

Klar ist auch, dass das trotz aller Förderung auch bezahlbar sein muss. Nicht jeder kann für Heizung, Fassade, Fenster und Dach binnen kurzer Zeit den Differenzbetrag zwischen Fördersumme und tatsächlichen Kosten aufbringen. Aber auch Maßnahmen im Kleinen helfen schon Energie nicht zu verbrauchen. Der Tausch der alten Umwälzpumpe gegen eine bedarfsgeteuerte Effizienzpumpe spart beispielsweise bis zu 90 € pro Jahr. Das Senken der Raumtemperatur um nicht spürbare 1 Grad bringt eine Ersparnis um bis zu 8 Prozent pro Jahr. Kellerdeckendämmungen oder Isolierung der offenen Heizungsrohre im Heizkeller, sowie das Isolieren der Klapptreppe des Speicherzugangs sind selbst und kostengünstig zu realisieren und amortisieren sich bereits oft im ersten Jahr.     

Die anschließende rege Fragerunde von der Einbindung des Kachelofens in das Heizsystem über die Ergänzung der vorhandenen Brennwertheizung durch Solarthermie oder die Frage nach der Energieeffizienz von Wärmepumpen in Spitzenlastzeiten (wenn es richtig kalt draußen ist) zeigte deutlich, wie vielfältig und breit dieses Thema ist und wie sehr die Menschen zum einen die Kosten im Zaum halten aber zum anderen auch ihren Teil zum Klimaschutz und Einsparung von CO2 beitragen wollen. Jede nicht verbrauchte Energie erzeugt einen Dreifachnutzen: Kein CO2 Ausstoß, Schonung der Ressourcen und Schonung des eigenen Geldbeutels. Georg Müller hatte ausreichend Zeit mitgebracht, um auf die Fragen einzugehen und viele Zuhörende konnten aus den Fragen auch für sich etwas mitnehmen.

Abschließend empfahl Georg Müller den Zuhörenden ihre geplanten Maßnahmen mit den Handwerkern ihres Vertrauens vor Ort, den Energieberatern vor Ort und auch ggf. mit den Banken zu besprechen und so für sich eine abgestimmte Lösung zu finden.

Abschließend bedankte sich Stadtverbandsvorsitzender Ralf Schäfer bei Georg Müller für den interessanten Vortrag und die Diskussion und bei Mazlum Oktay vom Pflegedienst „Hand in Hand“, der spontan die Räumlichkeiten für diesen Vortrag zur Verfügung gestellt und es so erst ermöglicht hat, die große Zahl der Interessierten auch informieren zu können. Mit einem Ausblick auf die Radtour des CDU-Stadtverbands am 16.07.2022 zu interessanten städtebaulichen Geschehnissen in Buchen und den Ortsteilen und die Jahreshauptversammlung der CDU am 21.07.2022 schloss Ralf Schäfer die Versammlung.



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