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Ihr Vorsitzender
Ralf Schäfer


Mehr als 180 Jahre Kommunalpolitische Erfahrung verabschiedet: CDU Gemeinderatsfraktion und CDU Stadtverband Buchen ehren ausgeschiedene, erfahrene Kommunalpolitiker

Geschrieben am 03.11.19
Von links nach rechts:
CDU-Stadtverbandsvorsitzender Ralf Schäfer, Alois Gerig MdB, Bürgermeister Roland Burger, Bernd Rathmann, Hubert Henn, Dr. Harald Genzwürker, Dieter Weber, Clemens Schölch, Günther Müller, Herrmann Fischer

(TN) Die Kommunalwahlen im Frühjahr 2019 brachten auch bei den Mitgliedern der CDU Buchen in den verschiedensten Gremien einen personellen Wechsel. Viele verdiente Kommunalpolitiker überließen den Jüngeren das Feld. „Die CDU ist in Buchen der Garant für die erfolgreiche Entwicklung der „glücklichen Kleinstadt“ – daher ist es an der Zeit, Danke für das langjährige Engagement für die CDU, für Buchen und seine Ortsteile zu sagen“ betonte Stadtverbandsvorsitzender Ralf Schäfer die Intention für den Ehrungsabend. Neben dem Ehrenvorsitzenden Clemens Morschhäuser konnte Schäfer auch Bürgermeister Roland Burger und Bundestagsabgeordneten Alois Gerig begrüßen, der im späteren Verlauf aus dem Innenleben der GroKo und der Bundespartei berichtete. Der Vorsitzende der Gemeinderatsfraktion, Dr. med. Harald Genzwürker, freute sich ganz besonders darüber, dass nicht nur die zu Ehrenden und aktive Gemeinderäte, sondern insbesondere auch Kandidatinnen und Kandidaten kamen, die es diesmal noch nicht in die Gremien geschafft haben. „Ihr Interesse zeigt uns, dass die Mitarbeit in der CDU Buchen für viele keine Eintagsfliege ist und bietet Perspektiven für die anstehenden Aufgaben“. Er lud alle Mitglieder zur aktiven Mitarbeit in der CDU ein. „Wir haben mit einem Stimmenanteil von mehr als 52% einen klaren Auftrag der Wähler erhalten. Die 7% Differenz zu den letzten Kommunalwahlen zeigen aber, dass wir nicht locker lassen dürfen, den Menschen zu erzählen, welche und wieviel Arbeit wir für das Wohl unseres Gemeinwesens leisten“, so Dr. Genzwürker.

„Mit der CDU Buchen sind sie auch künftig immer gut beschirmt“ mit dieser Aussage stellte Ralf Schäfer vorab den neuen CDU–Schirm des Stadtverbandes vor, der die Geehrten künftig vor den Unbillen des Wetters schützen wird. Zusammen mit MdB Alois Gerig und Dr. Genzwürker nahm er dann die Ehrungen für  langjährige kommunalpolitische Tätigkeit vor. Geehrt wurden:

Clemens Schölch für 25 Jahre als Ortsvorsteher in Hollerbach

Hubert Henn für 10 Jahre als Ortsvorsteher in Einbach

Günther Müller für 25 Jahre als Ortsvorsteher in Hettigenbeuern

Herrmann Fischer für 15 Jahre als Ortsvorsteher in Bödigheim und 10 Jahre als Stadtrat

Dieter Weber für 25 Jahre als Ortsvorsteher in Waldhausen

Theo Häfner für 20 Jahre als Stadtrat in Buchen

Egbert Fischer für 19 Jahre als Ortsvorsteher In Götzingen

Manfred Ballweg-Moe für 15 Jahre als Ortsvorsteher in Stürzenhardt und im Stadtrat

Bernd Rathmann für 15 Jahre als Ortsvorsteher in Hainstadt und Stadtrat sowie langjähriger Fraktionsvorsitzender der CDU Gemeinderatsfraktion im Stadtrat

Alois Gerig bedankte sich bei allen für die geleistete Arbeit im Stadtverband Buchen, der mit einem heute auch im ländlichen Raum nicht mehr selbstverständlichen Wahlergebnis von mehr als 50 Prozent zeige, wie erfolgreiche Kommunalpolitik auszusehen habe. „Erfolgreich, wenn auch nicht immer in der öffentlichen Wahrnehmung, ist auch die Politik unserer Bundesregierung“, so Alois Gerig. „Es ärgert mich, dass die Anstrengungen und Errungenschaften der Regierung zerredet werden – Personaldebatten nützen den Medien zur Steigerung der Auflagen und Klicks im Internet, behindern aber die Sacharbeit“. Gerig rief seine Partei zu Geschlossenheit auf. „Natürlich muss über den richtigen Weg diskutiert werden, natürlich muss die Partei, müssen die Koalitionäre auch mal streiten – aber das bitteschön intern und nicht vor jedem Mikrofon“.  Dies führe nur zur weiteren Spaltung der Gesellschaft und zur Förderung von Populisten. Was das für Folgen hat, ist live in den USA und Großbritannien zu erleben, wo Selbstdarsteller und Populismus ganze Länder lähmen. Erfolgreiche Politik und Regierungsarbeit sind nun mal Kompromisse, die von einer breiten Mehrheit getragen werden. Das beschlossene Klimapaket sei ein solcher, für alle tragbarer Kompromiss. Die vielschichtigen Herausforderungen im Kontext zu einer globalisierten Welt erlauben keine einfachen Antworten. Würden die Extremforderungen für eine Besteuerung desCO2-Ausstoßes umgesetzt, träfe die Preissteigerung bei Kraftstoffen diejenigen am härtesten, die beruflich wie privat auf ein Auto angewiesen sind, und das sind mehrheitlich die Bewohner des ländlichen  Raums. Dass der Klimawandel auch im ländlichen Raum angekommen ist, zeigen die beiden trockenen Sommer, deren Folgen in den hiesigen Wäldern abzulesen sind.

Alois Gerig räumte ein, dass die Gesundheitspolitik der der letzten Jahre nicht unschuldig an der derzeitigen Situation der Neckar-Odenwald-Kliniken ist. Im Rahmen seiner Berliner Tätigkeit hat er Gesundheitsminister Spahn nicht nur umfassend über die Situation vor Ort als Beispiel für eine Vielzahl von ländlichen Krankenhäusern informiert, sondern ihn auch eingeladen, sich vor Ort persönlich ein Bild zu machen. Sein Vorgänger Herrmann Gröhe hatte ja das Krankenhaus Buchen auch gemeinsam mit ihm besucht. Abseits von jedweder PR fand auf seine Vermittlung bereits ein Telefonat zwischen Klinikverantwortlichen und Gesundheitsminister Spahn statt.

Die bedenklichen Zahlen zum voraussichtlichem Defizit bereiteten Alois Gerig wie auch Buchens Bürgermeister Roland Burger sehr große Sorgen, mehr aber noch Dr. med. Genzwürker, der hauptberuflich Chefarzt und ärztlicher Leiter der Kliniken ist. Dr. Genzwürker  bezeichnete die Krankenhausfinanzierung über das Fallpauschalensystem, das teure Operationen mit geringen Verweilzeiten der Patienten fördert und im Gegenzug längere Krankenhausaufenthalte ohne invasive Leistungen bestraft, die aber gerade bei Älteren aus medizinischer Sicht zwingend erforderlich sind, als wichtige Ursache für die finanzielle Schieflage.

„Die derzeitigen Zahlen sind für den Kreis auf Dauer nicht tragbar“, die beschlossene Erhöhung der Kreisumlage um drei Prozent bringe bereits einige Kommunen im Landkreis an den Rand des finanziell Möglichen, so Bürgermeister Burger. Daher müsse jetzt notgedrungen alles auf den Tisch, um jedwedes Einsparpotential auszuloten. Ziel müsse es aber zwingend sein, beide Häuser in Mosbach und in Buchen zu erhalten. Dabei müsse man die Pflege und das Wohl des Patienten immer mit im Blick haben. Das Schließen eines der beiden Häuser sei keine Lösung, da umgekehrt Investitionen in Millionenhöhe am anderen Standort erforderlich würden, um die notwendigen Kapazitäten zur Versorgung der Bevölkerung gewährleisten zu können. „Intelligente Lösungen sind gefragt“ so Dr. Genzwürker und bezog bei deren Findung ausdrücklich zuallererst auch die Kliniken selbst mit ein. Er bat Alois Gerig, weiterhin das dicke Brett der Krankenhausfinanzierung in Berlin zu bohren.  Hierfür gab es breite Zustimmung von allen Anwesenden. Alle Teilnehmer sprachen sich deutlich für den Erhalt beider Standorte in Trägerschaft des Landkreises aus, allerdings im Rahmen des finanziell Leistbaren.

Erfolgreiches konnte Bürgermeister Roland Burger aus der Stadt zum Abschluss der Versammlung berichten. Die steigenden Geburten in der Stadt und ihren Ortsteilen zeigen, dass die Menschen gerne in Buchen leben und mit der Infrastruktur zufrieden sind. Neben den Kliniken, die ein wesentlicher Baustein hierfür sind, nannte Burger als weiteren, wichtigen Standortfaktor das Angebot zur Kinderbetreuung und die Schulen. Mit der Sanierung und Erweiterung des BGB setzt die Stadt hier ein wichtiges Zeichen. Auch wenn die Baukosten hierfür manch Sorge bereiten, ist dies bei einer Übergangsquote von mehr als 50 Prozent von den Grundschulen auf das Gymnasium elementar für die Sicherung des attraktiven Schulstandorts Buchen. Die Nachfrage nach Bauplätzen freute das Stadtoberhaupt. Bereits mehr als 200 Interessenten gibt es für das neue Baugebiet Marienhöhe in Buchen. Aber auch in den Stadtteilen werde Bauland nachgefragt, dass man Dank einer Änderung im Bundesbaugesetzbuch auch anbieten könne – ein Zeichen erfolgreicher Bundespolitik, dass sich unmittelbar vor Ort auswirke, lässt es doch die Ausweisung kleinerer, bedarfsorientierte Bauflächen auch in Ortschaften zu. Dem Vorwurf eines unnötigen Flächenverbrauchs trat Roland Burger entgegen. Seit seinem Amtsantritt in Buchen ist es gelungen, die Zahl der unbebauten Bauplätze im Stadtgebiet von 800 auf 400 zu verringern. Da diese Flächen in Privathand seien und viele Besitzer einfach nicht verkaufen wollen, ist der kommunalpolitische Einfluss nur begrenzt.

Es schloss sich ein reger Austausch zu verschiedensten Themen mit intensiver Diskussion an. „So soll es sein – Informieren, diskutieren und Meinungen austauschen, damit diejenigen, die politische Verantwortung tragen auch ungefiltert die Meinung der Bevölkerung mitnehmen können, dafür steht der Stadtverband Buchen“. Mit diesen Worten, verbunden mit dem Dank an alle Beteiligten,  schloss Ralf Schäfer die Sitzung.




CDU Gemeinderatsfraktion und CDU Stadtverband in Klausur: Grüngutkonzept des Landkreises und Biomusterregion Neckar-Odenwald im Fokus

Geschrieben am 03.11.19
Ruth Weniger bei der Präsentation der „BIO Musterregion“

(TN) Die geplante Reduzierung der Grüngutplätze durch die Abfallwirtschaft des Neckar-Odenwald-Kreises und die erneute Umstellung des Abfallentsorgungskonzepts – weg von der restmüllfreien, hin zur herkömmlichen Abfallwirtschaft – sorgen bei den Bürgerinnen und Bürgern für Emotionen.  Grund genug für die CDU Gemeinderatsfraktion, sich zusammen mit dem Vorstand des CDU Stadtverbands und der Jungen Union im Rahmen ihrer Klausurtagung aus erster Hand zu informieren. Der Geschäftsführer der AWN Dr. Mathias Ginter stellte zunächst das Grüngutentsorgungskonzeptkonzept vor. Aktuell gibt es im Kreisgebiet ca. 60 Grüngutplätze, deren abfallwirtschaftlicher Ausbaustand vollkommen unterschiedlich ist. Ausgehend von ca. 7.000 Tonnen Grüngut im Jahr 1992 wurden 2017 bereits etwa 31.000 Tonnen über die Grüngutplätze und Sammelstellen fachgerecht entsorgt und weiterverarbeitet.

Gestiegene Umweltauflagen an die Plätze selbst, aber auch an das Recyclingmaterial machen einen Weiterbetrieb der vielen seitherigen Plätze unwirtschaftlich, da pro Platz in erheblichem Umfang in die Ertüchtigung investiert werden müsste. Für das Stadtgebiet Buchen soll es im Endausbau deshalb künftig nur noch einen zentralen Grüngutplatz beim Entsorgungszentrum Sansenhecken geben. Dieser befindet sich gerade im Bau, und nach Fertigstellung soll der Grüngutplatz in der Hettinger Straße mit eher ungünstigen Zu- und Abfahrtswegen geschlossen werden. Dr. Ginter sicherte den Kommunalpolitikern zu, dass der Platz in Hainstadt zunächst auf jeden Fall noch ein Jahr in Betrieb bleiben soll, bis sich die Abläufe am neuen Buchener Grüngutplatz eingespielt haben. Auch den dringenden Wunsch der CDU-Fraktion, die Öffnungszeiten den Bedürfnissen der Hobbygärtner anzupassen und Anlieferungen am Freitagnachmittag und Samstag zu ermöglichen, konnte Dr. Ginter gut nachvollziehen und sicherte dies zu. Gemeinsames Ziel sei schließlich, ein zeitgemäßes, kundenfreundliches Angebot zu machen und illegaler Entsorgung in den Wäldern entgegenzuwirken. Vor diesem Hintergrund sollen auch die mobilen Sammlungen an den Samstagen in den Ortsteilen ebenso wie die halbjährliche Straßensammlung des Grünguts selbstverständlich erhalten bleiben.

Wie bereits im Kreistag am 16.10. erläuterte Dr. Ginter den Anwesenden die Beweggründe, die dazu führten, dass der Modellversuch zur „restmüllfreien Abfallwirtschaft“ beendet werden muss. „Aufgrund veränderter Rahmenbedingungen ist ein ökologischer und ökonomischer Mehrwert nicht mehr möglich“, sodass ab 2020 die roten Störstoffsäcke und –tonnen durch die graue Restmülltonnen ersetzt werden. Die Biotonne steht allen Gebührenzahlern kostenfrei zur Verfügung, eine Eigenkompostierung führt zu keiner Senkung der Kosten. Um Geruchsbelästigungen auch bei einer neuerlichen Hitzwelle entgegenzuwirken, tauscht die AWN sukzessive die Deckel der Biomülltonnen gegen solche mit Dichtung und Filtereinsatz aus.

„Immer mehr Menschen legen Wert auf regionale Bio-Lebensmittel“, so Ruth Weniger, Stadträtin und Regionalmanagerin der neuen Biomusterregion Neckar-Odenwald. Aufgrund der stetig steigenden Nachfrage fördert das Land Baden-Württemberg die Einrichtung von Bio-Musterregionen, ein Regionalmanagement welches Akteure besser vernetzen und innovative Ideen entstehen lassen soll. Ziel ist es, mit einem fachlich stark besetzten Regionalmanagement denjenigen Betrieben, die auf Biolandbau umstellen wollen, die größtmögliche Unterstützung zu bieten. Es geht dabei aber nicht darum, die konventionelle Landwirtschaft gegen die ökologische auszuspielen. Die Bio-Musterregion bietet vielmehr die Chance die Wertschöpfung vor Ort zu erhöhen, den Strukturwandel zu verlangsamen und nicht zuletzt den Verbrauchern regionale Bioprodukte mit geringen Transportwegen und nachvollziehbarer Herkunft anzubieten. Beispielhaft nannte Ruth Weniger hier die „Odenwälder Käseherzen“ aus der Kirchenkäserei Sindolsheim als erstes erkennbare Produkt mit hohem Regionalbezug. Auch das Projekt „GenussRegion Neckar-Odenwald“ (www.genussregion-nok.de) sei ein weiterer Baustein, um dem steigenden Wunsch nach regionalen Produkten gerecht zu werden. Die Fraktionsmitglieder wünschten sich darüber hinaus Informationen zur Verfügbarkeit dieser vielfältigen Angebote im lokalen Einzelhandel. „Wenn man weiß, wo man Regionales im Rahmen des „normalen“ Einkaufs herbekommt, dann wird auch mehr gekauft werden“, war sich das Gremium einig.

Dr. med Harald Genzwürker rückte im Anschluss die wichtigsten kommunalpolitischen Themen in den Fokus der Tagung. Ganz oben stand der Neubau des Burghardt-Gymnasiums, der mit seinen beträchtlichen Investitionen engmaschig begleitet wird. Die Kostensteigerungen, wenn auch gut und nachvollziehbar begründet, erfüllen den Gemeinderat keineswegs mit Freude. Sorgen bereitet vielen Kommunalpolitikern auch die Zukunft der Neckar-Odenwald-Kliniken. Einigkeit bestand darin, dass die Kliniken aufgrund ihrer hohen Bedeutung gerade im ländlichen Raum in Trägerschaft des Kreises an beiden Standorten erhalten werden sollten. Angesichts der sehr angespannten wirtschaftlichen Lage müsse dabei allerdings alles auf den Prüfstand gestellt werden. Die schwierigen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen waren bereits im vergangenen Herbst Thema der Klausurtagung im Buchener Krankenhaus.

Die Erhöhung der Kreisumlage stellt die Stadt Buchen aufgrund der stabilen Haushaltssituation derzeit nicht vor unlösbare Aufgaben. Allerdings hat man großes Verständnis dafür, dass die Situation sich in manchen Gemeinden im Kreis anders darstellt, zumal der Wald als „Spardose“ durch den Klimawandel und Borkenkäferbefall in vielen Fällen schlicht ausfällt. Großes Lob gab es aus dem Gremium für die großen Anstrengungen der städtischen Förster und ihrer Mitarbeiter, diesen Entwicklungen entgegenzuwirken und durch die Nachpflanzung mit klimaresistenteren Sorten den Wald als Wirtschaftsraum aber vor allem auch als Naherholungsraum und „grüne Lunge“ zu erhalten.

Die Vermüllung der öffentlichen Plätze war weiteres Thema, das bereits im Verwaltungsausschuss breiten Raum einnahm. Eine Maßnahme ist die angeregte und mittlerweile umgesetzte Abschaltung des kostenlosen WLAN in öffentlichen Bereichen wie Schulhöfen nach 22 Uhr und im Bereich der Alla hopp-Anlage außerhalb der Öffnungszeiten. Dadurch sollen Lärmbelästigungen und die Vermüllung reduziert werden, wobei gleichzeitig ein höherer „Kontrolldruck“ als notwendig erachtet wird.

Über die Gestaltung einer attraktiven Innenstadt bis hin zu den Friedhofsgebühren reichte Bogen weiterer Themen der Sitzung. Fraktionsvorsitzender Harald Genzwürker fasste am Ende treffend zusammen: „Wir haben lange getagt, viel länger als geplant, wir haben viel und teils kontrovers diskutiert, Meinungen ausgetauscht und Ideen gesammelt – dies wird sich positiv auf das Wirken und die Zusammenarbeit in der Fraktion und im Stadtverband zum Wohle unserer Stadt auswirken.“




CDU Stadtverband und CDU Gemeinderatsfraktion Buchen legen gemeinsame Strategie fest – gemeinsame Sitzung

Geschrieben am 28.09.19

(TN) „ Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen“. Mit dem Zitat von Antonie de Saint-Exubery könnte man die gemeinsame Sitzung des Stadtverbands Buchen mit Vertretern der CDU Gemeinderatsfraktion überschreiben. „Gemeinsam dafür Sorge tragen, dass die positive Entwicklung Buchens weiter voranschreitet und die Menschen gern in dieser Stadt leben sowie die damit verbundenen Herausforderungen  meistern – nicht mehr und nicht weniger ist die Herausforderung an die Kommunalpolitik“, stellte Ralf Schäfer eingangs fest. Neben dem Neubau des Burghardt-Gymnasiums als größter Baumaßnahme der Stadt seit der Gemeindereform wurde auch die Zukunft der Neckar-Odenwald-Kliniken beleuchtet. Die Teilnehmer waren sich darin einig, dass die Kliniken als wichtiger Standortfaktor im ländlichen Raum erhalten bleiben müssen.

Allerdings müsse auch das finanzielle Risiko für den Landkreis und damit auch für die Kommunen als öffentlicher Träger kalkulierbar sein. Eine Erhöhung der Kreisumlage beispielsweise zur Finanzierung der Deckungslücke würde viele Kommunen im Kreis an die Grenze ihrer Leistungsgrenze bringen. Bei der Krankenhausfinanzierung ist die Bundespolitik gefordert. Hier gelte es nicht nachzulassen und immer wieder auf die strukturelle Unterfinanzierung der kleinen Krankenhäuser hinzuweisen. „Es kann doch nicht sein, dass bei nahezu hundertprozentiger Auslastung ein Millionendefizit bleibt“, so ein Sitzungsteilnehmer. Hier gelte es weiter den Landrat Dr. Achim Brötel zu unterstützen und die dicken Bretter weiter zu bohren, um die Kliniken im ländlichen Raum zu erhalten.

Die CDU Buchen blickt aber auch über den lokalen Tellerrand hinaus und betrachtet die jüngsten Diskussionen um die Situation der Dualen Hochschule in Mosbach mit großer Sorge. Dort soll auf Druck der DHBW Heilbronn die Konkurrenzschutzklausel  mit dem Ergebnis fallen, dass gleichartige Studiengänge auch dort angeboten werden dürften. Fällt die Klausel, so ist ein massiver Rückgang der Studierendenzahlen in Mosbach zu befürchten. Dies würde zu einer Schwächung des Studienstandorts Mosbach und damit des Neckar-Odenwald-Kreises führen. Daher steht die CDU Buchen hinter der Forderung der Kreis-CDU, das Anbieten von gleichartigen Studiengängen an beiden Standorten durch Erhalt der Konkurrenzschutzklausel zu verhindern und damit den Studienstandort Mosbach zu sichern.

„Die Verwurzelung in der Stadt und den Ortschaften ist ein wichtiges Pfund der CDU Buchen“, stellte der Fraktionsvorsitzende der CDU Gemeinderatsfraktion, Dr. Harald Genzwürker fest. Viele Menschen bringen sich mit ihrem Namen und ihrer Schaffenskraft für die CDU im Gemeinderat, den Ortschaftsräten und auf vielfältige Weise für die Gemeinschaft ein. Dafür gilt es Danke zu sagen. Insbesondere alldenjenigen, die nach langer, erfolgreicher Arbeit ihr Mandat abgegeben haben und durch ihre Tätigkeit die Grundlage für das gute Abschneiden der CDU Buchen bei der diesjährigen Kommunalwahl gesorgt haben. Am 18.11.2019 werden daher Bundestagsabgeordneter Alois Gerig, Fraktionsvorsitzender Dr. Harald Genzwürker und Stadtverbandsvorsitzender Ralf Schäfer im Rahmen einer Veranstaltung diesen engagierten Kommunalpolitikern und langjährigen Mitgliedern des CDU Stadtverbands im Buchener Hotel Prinz Carl „Danke“ sagen.




CDU Buchen in Südtirol

Geschrieben am 04.09.19
Die Reisegruppe

Manfred Killian: Zu seiner traditionellen jährlichen Fünf-Tages-Fahrt hatte der CDU-Stadtverband Buchen diesmal Südtirol ausgewählt, eine der beliebtesten Ferienregionen Europas.

Nachdem der langjährige verdienstvolle Reiseleiter Clemens Morschhäuser aus Altersgründen dieses Amt abgab, führte jetzt Willi Biemer die 48-köpfige Reisegruppe in den Vinschgau, das von Obstpantagen und Reben geprägte Gebiet zwischen Reschenpass und Meran.

Nachdem auf der Hinfahrt ein Stopp am Reschensee mit dem berühmten versunkenen Kirchturm der alten Ortschaft Graun eingelegt wurde, war bald das Hotel im Ortskern von Schlanders, dem Hauptort des Vinschgaus, erreicht.

Der nächste Tag führte die Ausflügler zunächst nach Glurns, dem „Rothenburg ob der Tauber“ Südtirols. Eine mächtige, wehrhafte Ringmauer, drei gewaltige Tortürme, eine Reihe von Wehrtürmen, historische Gebäude und enge Gassen geben eindrucksvoll Kunde vom einstigen Festungscharakter dieses kleinen Städtchens im oberen Vinschgau. Nur die Pfarrkirche steht außerhalb der Mauern, da sie älter als die Stadt ist.

Am Nachmittag stand das Kirchlein St. Prokulus bei Naturns auf dem Besichtigungsprogramm. Seine zwischen 770 und 830 entstandenen einzigartigen karolingischen Innenfresken und die um 1400 entstandenen gotischen Wandmalereien an der Außenwand sind von überragender kulturgeschichtlicher Bedeutung. Eine Waalwegwanderung entlang eines der künstlich angelegten Bewässerungsgräben bei Rabland in diesem niederschlagsärmsten Gebiet Mitteleuropas bildete den gelungenen Abschluss des Tages.

Der nächste Tag war der alten Bischofsstadt Brixen gewidmet. Die drittgrößte Stadt Südtirols im Eisacktal wird in der Altstadt vom Domviertel mit der Domkirche Mariä Himmelfahrt, der Liebfrauenkirche und der Johanneskirche geprägt. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist jedoch der Kreuzgang, dessen Wände und Gewölbe zum Teil in mehreren Schichten mit Fresken zwischen 1330 und 1500 bemalt sind. Ein Höhepunkt war am Nachmittag der Besuch von Kloster Neustift, einem Augustinerchorherrenstift. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören neben der als schönstes Rokokogotteshaus Südtirols geltenden Klosterkirche eine umfangreiche sakrale Gemäldesammlung, der Kreuzgang mit wertvollen Fresken und die über 60.000 Bände umfassende Bibliothek im schönsten Rokokosaal Südtirols. Kloster Neustift hat viele Parallelen zum in Buchen bestens bekannten Stift Göttweig. Genussvoller Abschluss des Tages bildete eine Weinverkostung mit Marende in einer Schlosskellerei in Kurtatsch an der Südtiroler Weinstraße.

Der nächste Tag führte in die weltbekannte Kurstadt Meran mit der Kurpromenade entlang der Passer, der Altstadt mit der berühmten Laubengasse und der gotischen St. Nikolauskirche. Ein weiterer Höhepunkt der Ausflugsfahrt war am Nachmittag der Besuch der Gärten von Schloss Trauttmannsdorff. Auf einer Fläche von 12 Hektar erstrecken sich über 80 Gartenlandschaften aus der ganzen Welt in Form eines natürlichen Amphitheaters mit einem Höhenunterschied von 100 Metern.

Auf der Heimfahrt bedankte sich Gerhard Raab mit humorvollen Worten im Namen der Reiseteilnehmer bei Willi Biemer für die ausgezeichnete Organisation und Durchführung der Reise.




Konstituierende Sitzung der CDU-Fraktion im Buchener Gemeinderat

Geschrieben am 04.07.19

Zur ersten Sitzung der gewählten CDU-Kandidatinnen und Kandidaten für den künftigen Gemeinderat begrüßte Fraktionssprecher Priv.-Doz. Dr. Harald Genzwürker die alten und neuen Mitglieder sowie den Vorsitzenden des CDU-Stadtverbandes Ralf Schäfer. Zu Beginn wurden kurz der Wahlkampf und das Ergebnis der Kommunalwahlen beleuchtet. „Mit einer im Vergleich zu 2014 gestiegenen Stimmenanzahl von 77.005 und einem Stimmenanteil von 52,37% stellen wir Dank einer stark besetzten Liste weiterhin die Mehrheit im Buchener Gemeinderat – das ist eine Anerkennung der geleisteten Arbeit, ein Vertrauensvorschuss und ein klarer Auftrag für die kommenden fünf Jahre“, stellte Ralf Schäfer fest. Getreu dem Wahlmotto „Bewährtes erhalten. Zukunft gestalten!“ will die CDU-Fraktion die erfolgreiche Arbeit für Buchen mit allen Ortsteilen fortsetzen.

Nach der Aktualisierung der Geschäftsordnung stand die Wahl des neuen Fraktionsvorstandes auf der Tagesordnung. Als Fraktionsvorsitzender wurde Priv.-Doz. Dr. Harald Genzwürker mit ebenso einhelligem Votum wiedergewählt wie der Fraktionsgeschäftsführer Hubert Henn. Die Stellvertretung des Fraktionsvorsitzenden übernehmen in den kommenden fünf Jahren Willibald Biemer, Dr. Elisabeth Weidmann und Regina Schüßler, die ebenfalls einstimmig gewählt wurden. Gemäß Geschäftsordnung gehören dem CDU-Fraktionsvorstand auch der Bürgermeister und der Sprecher der Ortsvorsteher an, wenn sie CDU-Mitglieder sind.

In Vorbereitung auf die konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderates am 22.07.2019 wurde im Anschluss der CDU-Vorschlag für die Besetzung der Ausschüsse und Gremien sowie Bürgermeister-Stellvertreter beraten und verabschiedet. Erfahrene Mitglieder der letzten Wahlperiode wie neue Mitglieder des Gremiums aus der Kernstadt und allen Ortsteilen werden sich auch hier mit ihrem ehrenamtlichen Engagement für die Stadt einbringen.

Programmatisch möchte die CDU-Fraktion ihren bewährten Kurs zum Wohl des Gemeinwesens fortsetzen. Als ein Themenbereich wurden dabei familienfreundliche Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Stadt mit ihren Ortsteilen genannt. Die bislang 12 Kindergärten erfahren im Herbst mit dem Waldkindergarten eine weitere Ergänzung. Bezahlbarer Wohnraum, im Eigentum wie zur Miete, ist ein weiterer wichtiger Faktor, um den unstrittig hohen Lebenswert Buchens zu erhalten. Bildung stellt die Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft dar, deshalb nehmen die Schulen mit ihren zahlreichen, ganz unterschiedlichen Angeboten weiter eine wichtige Rolle bei den Überlegungen für die Zukunft der Stadt ein. Das Großprojekt Burghardt-Gymnasium soll aufmerksam begleitet werden, selbstverständlich erfolgen aber auch weiterhin Investitionen in die anderen 15 Schulen, um das differenzierte Bildungsangebot zu erhalten. Die ortsansässigen Betriebe und Unternehmen bieten Arbeitsplätze und benötigen weitere Verbesserungen der Infrastruktur, für die sich die CDU-Fraktion einsetzen möchte. Demographischer Wandel und die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung in unserer ländlichen Region sind Herausforderungen, die auch künftig bearbeitet werden müssen. Bürgerschaftliches Engagement in Verbänden, Vereinen und Initiativen ist unverzichtbar für die Gemeinschaft. Die Förderung von Ehrenamtlichen, gleich ob im sportlichen, kulturellen oder in vielen anderen Bereichen war und ist der CDU deshalb ein ganz besonderes Anliegen.

Der alte und neue Fraktionsvorsitzende dankte für das Engagement und zeigte sich zuversichtlich, dass mit einem tollen Team auch künftige Herausforderungen gemeistert werden können. „Gemeinsam wollen wir uns auch künftig für ganz Buchen einbringen. Wir wollen weiter klar machen, wofür wir stehen, nicht wogegen!“

Die Mitglieder der CDU-Fraktion im Buchener Gemeinderat blicken motiviert und zuversichtlich in die Zukunft.



CDU Sommer-Radtour 2019

Geschrieben am 22.06.19

Der CDU-Stadtverband und die Junge Union Buchen starten am 6. Juli zur jährlichen Radtour rund um Buchen. Beginn ist um 13.30 Uhr vor dem Rathaus. Die Route führt in Buchen zum Standort des zukünftigen Waldkindergartens „Am Kleinen Roth“.  Nach der Besichtigung der Baustelle am BGB führt die Tour nach Hettingen. Von dort aus geht es weiter über Rinschheim nach Götzingen. Die Tour steht unter dem Motto „Leerstand in den Ortskernen – Wie kann man diesen beheben?“ Es werden neben leerstehenden Gebäuden auch gelungene Beispiele gezeigt, wo Leerstand vermieden bzw. behoben werden konnte. Abschluss bildet ein Besuch auf dem Feuerwehrfest in Bödigheim. Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wer nicht die ganze Tour mitfahren will, kann auch unterwegs dazu stoßen. Wir machen Station in Hettingen um 14.30 Uhr am Latschari und um 16 Uhr in Götzingen am Dorfplatz.

14.30 Uhr Latschari Hettingen
16 Uhr Dorfplatz Götzingen



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