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Kante zeigen

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Geschrieben am 04.03.17 in Kategorie Allgemein

Dr. Carsten Linnemann, der Bundesvorsitzende der MIT, vertritt seit 2009 den Wahlkreis Paderborn im Bundestag. Seit dieser Zeit besuchte er jeden ersten Samstag im Monat Familien ohne Parteibuch. Diese Gespräche über die große und kleine Politik fasste er in seinem Buch „Die machen eh, was sie wollen“ zusammen.

Ariane Spitzer, die Kreisvorsitzende der MIT Neckar-Odenwald-Kreis, begrüßte Linnemann im Kulturzentrum „fideljo“ der Johannes-Diakonie in Mosbach. Linnemann erläuterte, dass die Menschen von den großen Volksparteien vor allem deshalb enttäuscht seien, weil diese sich immer weniger voneinander unterscheiden. Der Bürger habe diese Politik als „Einheitsbrei“ wahrgenommen. Frustriert sei man zur AfD übergelaufen. Die Union müsse jetzt Kante zeigen und klar sagen, wofür sie steht und wofür nicht.

Besonders wichtig sind für Linnemann die „Menschen in der Mitte der Gesellschaft“.  Die Mittelschicht sei in den letzten Jahren durch steigende Sozialabgaben und höhere Gebühren stark belastet worden. Es sei zwingend geboten, die Steuermehreinnahmen für Steuerkürzungen bei der Mittelschicht einzusetzen.

Auch bei der Rentenpolitik seien Reformen notwendig. Es könne nicht sein, dass die private oder betriebliche Altersvorsorge auf die staatliche Alterssicherung angerechnet werde. Arbeitnehmer, die privat vorsorgen, dürften im Alter nicht mit denen gleich gestellt werden, die sich nicht an zusätzlichen Rentenmodellen beteiligt haben. „Wer rechtzeitig vorsorgt, muss im Alter mehr haben als derjenige, der das nicht tut.“

Zum Thema Innere Sicherheit wies Carsten Linnemann darauf hin, dass die Bevölkerung durchweg bereit sei, Kriegsflüchtlingen zu helfen. Kein Verständnis habe man jedoch dafür, dass Wirtschaftsflüchtlinge und kriminelle Ausländer nicht konsequent abgeschoben würden. Auch hier kann die CDU mit offenem, unverkrampftem und gesundem Patriotismus zeigen, wie sie sich die Zukunft in Deutschland vorstellt.

An den Vortrag schloss sich eine rege Diskussion an, in der Carsten Linnemann zahlreiche Fragen beantwortete. Ariane Spitzer bedankte sich abschließend bei Dr. Förschler, dem Vorstandsvorsitzenden der Johannes-Diakonie, dem größten Arbeitgeber im Neckar-Odenwald-Kreis mit 2800 Arbeitsplätzen und 1750 Bewohnern, für die Gastfreundschaft und überreichte Carsten Linnemann Odenwälder Spezialitäten.


CDU-Kreisverband Neckar-Odenwald Bundestagsabgeordneter Alois Gerig Landtagsabgeordneter, Minister Peter Hauk
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