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Politischer Frühschoppen am 09.07.2017

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Geschrieben am 10.07.17 in Kategorie Allgemein
Wohin steuert Europa im Wahljahr 2017?

Zu diesem Thema durfte der 1. Vorsitzende der CDU Haßmersheim, Michael Hönig am Sonntag unseren Europaabgeordneten, Daniel Caspary, Vorsitzender der CDU/CSU Gruppe innerhalb der EVP im Europaparlament auf dem Dorfplatz ganz herzlich zu einem politischen Frühschoppen begrüßen. Viele helfende Hände der CDU Haßmersheim waren schon seit den frühen Morgenstunden damit beschäftigt den Dorfplatz in einen Biergarten zu verwandeln und für reichlich Schattenplätze zu sorgen.

Ein herzlicher Dank geht hier auch an die Gärtnerei Binkele, Hochhausen und der Gartenbaubetrieb Christmann.

Trotz der hochsommerlichen Temperaturen und der vielen anderen parallel stattfindenden Feste kamen viele interessierte Bürgerinnen und Bürger. Musikalisch umrahmt wurde der Frühschoppen von der Bläsergruppe Gundelsheim.

Zunächst skizzierte Daniel Caspary in seinem Vortrag den Zustand unserer Welt in den 80-er und 90-er Jahren. Es gab kein Internet, das heißt die Informationsmöglichkeiten waren gegenüber heute stark eingeschränkt, wir bewegten uns im Wesentlichen in der westlichen Welt und alles schien in Ordnung zu sein. Aber die Welt hat sich verändert. Sei es durch die Öffnung neuer Märkte z.B. Indien oder China oder z.B. den Zusammenbruch Osteuropas. Die Globalisierung findet statt, darf aber nicht unkontrolliert stattfinden. Deutschland möchte hier ganz vorne bei der Gestaltung mitwirken. Warum? Weil wir hier in der Region viele Weltmarktführer haben, die auf die richtige Gestaltung von Globalisierung und den Abschluss von Wirtschaftsabkommen angewiesen sind. Daniel Caspary erläuterted ies an einem Beispiel: 9 von 10 in Rastatt bei Mercedes produzierte Fahrzeuge werden weltweit exportiert. Ohne Wirtschaftsabkommen wären Sie nicht konkurrenzfähig. Diese Abkommen kann Deutschland nicht alleine abschließen, sondern dazu brauchen wir die EU. Deutschland stellt gerade mal 1% der Weltbevölkerung, die gesamte EU gerade mal 7 %. Die Probleme der Weltbevölkerung wachsen unaufhaltsam. Afghanistan, Irak, Syrien diese Probleme kann Deutschland nicht alleine lösen, dazu brauchen wir die Weltgemeinschaft.

Daniel Caspary erläuterte sehr anschaulich am Beispiel Ägypten wie sich die Bevölkerung auf dem afrikanischen Kontinent entwickelt. In Ägypten werden täglich 7000 Menschen mehr geboren, als Menschen sterben. Rechnet man das um auf ein Jahr so wächst allein in diesem Land die Bevölkerung um 2,5 Mio. Menschen.Jedes Jahr !!

Wenn es der Weltgemeinschaft nicht gelingt Perspektivenund Chancen für Menschen in Afrika zu erarbeiten, wird der Flüchtlingsstrom 2015 nur ein kleiner Vorgeschmack gewesen sein auf das was auf Europa zukommt. Angela Merkel hat auf dem G20 Gipfel hierzu wesentliche Pläne der EU vorgelegt. Vor ca. 30 Jahren waren Afrika und Asien auf dem ungefähr gleichen Entwicklungsstand. Asien hat seine Märkte geöffnet und sich der Globalisierung angeschlossen und damit Wohlstand und rechtsstaatliche Rahmenbedingungen geschaffen. Außer in Nordkorea. Afrika hat sich nicht geöffnet und in vielen Ländern noch immer keinen Rechtsstaat und ist damit leider in seiner Entwicklung stehen geblieben.

Auch die „America First“ Devise die der amerikanische Präsident Trump derzeit vertritt sieht Daniel Caspary mit Sorge. Vernichtet doch eine Abschottung langfristig Arbeitsplätze. Dies machte er deutlich an dem Entschluss der Fa. Harley Davidson ein weiteres Werk in den USA zu bauen mit 1500 Arbeitsplätzen. Mit diesem Werk sollte der Bedarf in Asien gedeckt werden. Dafür erhielt die Firma großes Lob von Donald Trump. Leider musste Harley Davidson seine Pläne wieder verwerfen, weil Die neue amerikanische Regierung das Transpazifische Freihandelsabkommen nicht unterzeichnet. Dadurch verteuern sich die Motorräder um ca. 60 % in Asien, nämlich um den Zollbetrag. Damit sind sie in Asien unverkäuflich. Also baut man das Werk nun in Malaysia. Deutschland und Europa brauchen Wirtschaftsabkommen, um stabil zu bleiben. Dafür setzt sich die CDU und insbesondere auch Angela Merkel ein, wie gerade auch auf dem G20 Gipfel in Hamburg.

Hier machte Daniel Caspary auch noch einmal deutlich, dass Meinungsfreiheit nichts mit Krawallen, brennenden Fahrzeugen oder geplünderten Geschäften zu tun hat. Die CDU steht hier voll und ganz hinter der Polizei. Die Bürgerinnen und Bürger stimmten hier eindeutig zu. Daniel Caspary schloss seinen Vortrag mit einem Appell an die Bürger ihr Wahlrecht am 24. September unbedingt zu nutzen. Auf Nachfrage aus dem Publikum, wie der einzelne Bürger sich an der Weiterentwicklung Afrikas beteiligen könnte, erklärte Daniel Caspary, dass nach Rücksprache mit dem Entwicklungsministerium Gemeindepatenschaften oder auch der Austausch von Fachkräften denkbar wäre. Er stellte die Frage an das Publikum: Die finanzielle Kraft hätten wir, hätten wir auch die mentale Kraft? Es bleibt darüber nachzudenken, um vielleicht einen Anfang zu machen.

Michael Hönig bedankte sich bei Daniel Caspary mit einem Weinpräsent für den beherzten und engagierten Vortrag. Daniel Caspary versprach gerne wieder zukommen und eilte zumnächsten Termin nach Karlsruhe.

Der Bundestagswahlkampf hat halt begonnen.

 


CDU-Kreisverband Neckar-Odenwald Bundestagsabgeordneter Alois Gerig Landtagsabgeordneter, Minister Peter Hauk
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